Notfallpläne: N.a.s. und Blends.

Vielleicht kennen Sie das: Man ist am Flughafen, hat die Sicherheitskontrolle passiert und noch genug Zeit. Zeitung lesen und Kaffeetrinken kann man nachher im Flugzeug. Also schaut man sich im Duty Free Shop um.

Ich kaufe da nichts, weil es teurer als online ist (mit Ausnahme ganz spezieller Angebote, von denen es meist nur eins im Monat gibt) und, weil ich diese riesigen Literflaschen nicht mag. Vor allem aber gibts meist das N.a.s.-Zeug und irgendwelche Blends, die ich sowieso nicht haben will.

Aber neulich stand ich in Düsseldorf am Flughafen im Duty Free und dachte: Was wäre denn in einem Notfall? Ich war beispielsweise zwei Mal zur Jagd in schwedisch Lappland. Schwer, was zu trinken zu bekommen. Und teuer. Eine Art Notfall. Oder angenommen, ich mache irgendwann doch einmal eine Pauschalreise in ein Land ohne Trinkkultur und möchte abends nicht irgendwas Inakzeptables trinken. Sollte man nicht für solche oder schlimmere Notfälle eine Art shortlist aus N.a.s. und Blends haben? Wenn man dann im Duty Free etwas kaufen muss und hat keine Vorstellung was, weil es die üblichen Malts nicht gibt, läuft man sonst Gefahr, einen ganzen Liter von etwas völlig Unbrauchbarem zu kaufen.


Ich schreibe meine ziemlich gute Idee meinem Freund Dieter. Er findet sie natürlich nicht gut. Die Frage ist, ob er dieser Gefahr seltener ausgesetzt ist als ich und einfach weniger Leidensdruck hat oder, ob er wieder Mal dogmatisch ist. Dazu kann er sich hier irgendwann selbst äußern.

Ich  denke, man sollte so vier, fünf Abfüllungen kennen und nehme mir vor, mich entsprechend auszubilden. Sie können also gespannt sein. Besonders eilig habe ich es allerdings nicht. Ich reiße mich nicht sehr um diese Erfahrung. Außerdem hat Dieter recht: Für das gleiche Geld, das man für so einen Blend hinlegt, könnte man genau so gut eine gute Flasche Malt kaufen. Dieter ist schon ein Korrektiv für meine Überlegungen. Aber in der Not ...